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Filzwalker - Bruno

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Das Bild zeigt einen kleinen Filzteppich, den ich für Anne und Robert zur Hochzeit unter dem Titel "innig umschlungen" hergestellt habe. Das Foto machte Robert Quentin. Der jetztige Titel: "Baucis und Philemon" stammt aus der griechischen Mytologie.

Baucis und Philemon sind ein altes Paar, das zwar in ärmlichen Verhältnissen aber in großer Zufriedenheit in einer kleinen Hütte lebt. Eines späten abends klopfen zwei müde Wanderer an ihre Türe und bitten um ein Lager für die Nacht. Ohne Zögern werden sie hereingebeten und so gut bewirtet wie es die alten Leutchen eben schaffen. Dann bereiten sie ihnen ein Lager für die Nacht.

Am anderen Morgen fragen die beiden Männer, ob es irgendetwas gäbe, dass sie sich wünschen würden, wenn es eine Möglichkeit der Erfüllung geben würde. Die beiden schauten sich innig an und meinten, ja da gäbe es schon etwas: "Wir möchten gemeinsam sterben und auf immer zusammenbleiben dürfen".

Die beiden Männer aber waren Zeus und sein Sohn Hermes, die immer mal wieder in der Verkleidung einfacher Menschen auf der Erde wandelten. Keiner hatte sie erkannt. Im Gegenteil, sie wurden überall abgewiesen und verjagt.

Das hatte die beiden sehr verärgert und sie schickten ein großes Unwetter. Die ganze Welt verschwand in einem großen Moor. Nur die Hütte von Baucis und Philemon blieb unversehrt auf einem Hügel. Sie hatte sich in einen schönen Tempel verwandelt.

Die beiden lebten nun in diesem Tempel als Priester. Und als die Zeit gekommen war, starben sie genau zur gleichen Zeit An ihrem Sterbeort aber wuchsen zwei innig umeinander verschlungene Bäume, eine Eiche und eine Linde. Sie stehen immer noch dort.

Es lohnt sich bei google den Titel "Baucis und Philemon" mal suchen zu lassen. Die Geschichte wird in vielen Variationen von vielen Schriftstellern seit der Antike erzählt. Dies hier ist meine Fassung.

Ich selbst bin auch erst jetzt darauf gestoßen. Als ich den Teppich walkte, kannte ich sie nicht.